Irrelevantes und sonstige Hirnauswüchse
 



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Schlechtes Gewissen?

Ich hab ja momentan nicht sonderlich viel Geld.

Eigentlich macht mir jeder Cent, den ich nicht für (zumindest halbwegs gesundes) Essen ausgebe, ein schlechtes Gewissen.

Aber manchmal gibt es Angebote, an denen kann man einfach nicht vorbeigehen....

So zum Beispiel, wenn die Stadtbibliothek Bücher für zwei Euronen das Kilo verkauft.

Und sich dann auch noch eine "Moderne spanische Kurzgrammatik", ein PONS Standartwörterbuch Spanisch und die zwei Bände der "Blå ordbøker", die unsere Norwegischlehrerin so empfohlen hat, finden.

Ich schlug also zu. Für durchschnittlich 1,15 pro Buch werd ich solch hehre Literatur nie wieder erwischen.

Und statt des schlechten Gewissens legte sich ein Strickjäckchen aus Freude und Zufriedenheit um mich. 

30.3.09 10:24


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Grautage

An manchen Tagen, wie dem heutigen, wenn grau in grau der Himmel liegt, kommt es mir so vor als würden die Wolken selbst nach mir greifen, mich umhüllen mit grauer Wattigkeit, durch die alles nur gedämpft und schal hindurch dringt.

An solchen Tagen ist mir alles zuwider, die Welt, ich mir selbst, alles.

Obwohl es gar keinen Grund dafür gibt.

Das Schlimmste ist, dass ich dann kaum etwas zustande kriege - was der allgemeinen Stimmung dann auch nicht sonderlich förderlich ist.

Ach, ich freu mich auf morgen.
Dann werd ich wieder geknuddelt.
Und ich kann wieder meinem Motto folgen:
"Mache heute besser als gestern."

 

 

Die Sonne ist doch da!

26.3.09 23:01


Gefährlicher Tee

Momentan scheint es Mode zu sein, auf Teezubereitungsanweisungen zu schreiben:

"Gießen Sie einen Beutel mit soundsoviel kochendem Wasser auf und lassen ihn soundsoviel Minuten ziehen. Nur so erhalten Sie ein sicheres Lebensmittel."

Und wenn nicht? Muss ich Angst haben?

Oh mein Gott, der Tee hat zu lange gezogen! Ich werde sterben! Der Große Cthulhoo persönlich erscheint und schlingt mich mit inbrünstigem "Yum Yum!" herunter"! Murphy wird mich jetzt besonders auf dem Kieker haben, so nach dem Motto: "Na! Die fordert ihr Schicksal aber heraus!" Mein ganzes Leben ist versaut!! Ich werde nie, nie wieder glücklich!!!!

Nachdem der erste Schrecken überwunden ist, probiere ich waghalsigerweise doch den Tee.

Ein paar Minuten Abwartens später nehme ich zur wohlwollend Kenntnis, dass ich immer noch auf dem Sofa sitze und atme, Cthulhoo daheim in R'lyeh geblieben ist und Knochen durch nicht-euklidische Dimensionen wirft, Murphy mir auch keine plötzliche Gemeinheit hat anheimfallen lassen, und ich stelle fest:

Mensch, so schmeckt der Tee sogar besser..!

 

Ein paar Tage später fällt meine Lieblingsteetasse runter, zerspringt, und ich besinne mich Murphys, des einzigen, auf den man sich verlassen kann.

25.3.09 23:08


Du fehlst.

Du fehlst.

So ein einfacher Satz. Und doch sagt er so viel aus.

Mehr noch als Du fehlst mir.

19.3.09 09:06


Der Kraniche Ruf

Es kommt mir wie gestern vor, da ich sie verabschiedet habe, die langhälsig eleganten Federviecher, deren entschwindendes Tröten den Winter einleitete.

Jetzt sind sie schon wieder da, locken die Schneeglöckchen aus ihrem Erdbett.

Wo ist die Zeit geblieben? 

28.2.09 22:25


Spanien, Februar 2009

Was ich vermisst habe:

  • meine Ruhe
  • meinen Bass
  • meine Bude
  • geregelte Essenszeiten
  • Tagesziele

Was ich nicht vermisst habe:

  • die deutsche Mürrischkeit

Was ich vermissen werde:

  • jeden Tag neben meinem Liebsten aufwachen
  • Café con leche bei Alba
  • Bocadillo con jamon/churizo
  • una hamburguesa completa bei Francesco
  • die karge Hügellandschaft
  • gefüllte Churros
  • Cacique con zumo de naranja
  • überhaupt die ganzen tollen Säfte
  • die überaus fotogenen Straßen Veríns, denen ich viel zu wenig fotografische Aufmerksamkeit gewidmet habe
  • den Anblick der Cigarróns
  • das wundervolle Wetter: sonnig, angenehme Temperaturen zwischen 5 und 20 Grad

Was ich nicht vermissen werde:

  • die spanische Party-und-Gute-Laune-Musik
  • nichts verstehen zu können
  • sich nicht verständlich machen zu können
  • das gefühlte Ohrenbluten, weil die Spanier so viel und so schnell reden
  • bis in die Puppen ausschlafen und dann nix mehr vom Tag zu haben
  • überhaupt den "Verín-Trott" des ziellosen Vorsichhinlebens
  • den Klang der Glocken der Cigarróns

Was ich mehr hätte machen sollen:

  • allein umherziehen und sich vor Ort erden
  • Gegend ankucken
  • DA sein
27.2.09 13:51


Einer dieser wenigen Momente..

Einer dieser wenigen "perfekten" Momente.

Jener Momente, in denen man das Leben in jeder Faser spürt.

Jener Momente, in denen du und dein Leben auf einer Spur sind, umhüllt vom Universum.

Jener Momente, in denen man vor Freude nicht weiß, wohin mit sich selbst.

Jener Momente, aus denen man so viel Kraft schöpfen und von denen man noch so lang zehren kann.

Einen solchen Moment hatte ich.
Am Sonntag.
Seit langer Zeit mal wieder.

Und meine Freudentränen flossen.
Kühn und ungestüm.
Der Vergangenheit entsagend.
Der Zukunft nicht bange.

Wer hätte das gedacht..?

2.2.09 23:40


"And I, too, am a killer.."

Als wär's gestern gewesen...

Der erste Ton reicht - für eine Gänsehaut, die im Nacken beginnt, rum über den Kopf geht, die Ohren rötet und ein breites Grinsen nach sich zieht...

 

 

21.1.09 17:20


Eine neue Erfahrung

... ist immer gut.

Selbst wenn sie teilweise erzwungen sein mag, wie in meinem Falle.

Jener stellt sich nämlich so dar, dass vormals bereits erwähnte Waschmaschine im Keller, nun völlig den Geist aufgegeben hat und einer Operation bedarf.

Allerdings kommt der Ersatzteillieferer nicht recht in Gang, so dass sich die Wäsche nun nicht frischgewaschen im Schrank stapelte, sondern das Gegenteil tat und untätig, dreckig in der Gegend rumdümpelte.

'Nun', dachte ich, 'es wird Zeit für eine neue Erfahrung', packte meine sieben Sachen (naja, ein bisschen mehr waren's schon..) und fuhr zum Waschsalon.

Es war kein besonders hübscher.

Es war auch kein besonders lustiger.

Er sah so aus, wie ich mir einen Waschsalon vorstellen würde - große Maschinen, Frontlader mit Bullauge, in langer Reihe. Bänke. Wäschekörbe. Gar der Geruch schien ganz der meiner Vorstellung zu sein.

Etwas verwirrt und mit ob Kurzsichtigkeit zusammengekniffenen Augen sah ich mich um, sondierte die Lage.

Und dann geschah auch schon die Waschsalonmagie, ganz so, wie ich es mir immer vorgestellt hatte.

Eine ältere Frau, vielleicht Anfang/Mitte 60 half mir, der Verwirrung zu entsagen und erklärte mir den Großteil dessen, was ich auf den Schildern las, die über den Maschinen prangten.

Und schon waren wir ins Gespräch vertieft.

Oder besser, sie ins Gespräch, ich ins Gehör.

Ich höre gerne den Geschichten anderer Menschen zu, wie sie ihr Leben meistern, was sie hinter sich haben. Ich finde auch, jeder Mensch sollte Gelegenheit dazu haben, seine Geschichte erzählen zu dürfen.

Und so erzählte sie von ihrem Mann. Ich glaube, er hieß Karlzheinz - eines der Handtücher, die sie zusammenlegte, hatte diesen Namen aufgestickt. Er ist vor 4 Monaten gestorben. Hirntumor bösartigster Sorte. Nach 48 Jahren Ehe - harmonischer Ehe, ihren Erzählungen nach - muss sie sich nun umstellen, sich alleine zurechtfinden. Keine leichte Sache. Aber sie schien mir meiner Oma ähnlich, optimistisch und geistig stark, das Leben so nehmend, wie es kommt, aber keineswegs auf fatalistische Art.

Dennoch lagen ihr Tränen in den Augen, als sie von ihrem Mann schwärmte.

Im nächsten Moment allerdings wurde ihr Blick wieder trotzig.
Irgendein Amt hatte versäumt, ihr rechtzeitig die Witwenrente zu überweisen.
Ein weiterer legaler Abzockverein hat ihr trotz erfolgter Abmeldung weitere 60 Euro in Rechnung gestellt.

Unnötige Dinge, die Nerven und Zeit sinnlos verbrauchen.

Nun, ich glaube, sie meistert ihr Schicksal ganz gut.

Wer weiß, ob ich in dem Alter noch dazu fähig bin.

 

Und vielleicht fahr ich ja wieder mal zum Waschsalon, selbst wenn die Kellerwaschine wieder genesen ist...

19.1.09 22:50


Aufmerksamkeit

Was den Schafen von Glennkill hilft, kann auch für Menschen nicht schlecht sein.

Und wenn man nur aufmerksam genug durch die Weltgeschichte läuft, eröffnen sich Möglichkeiten, die einen erschaudern lassen in einem Gefühl zwischen erfreut sein, gespannt sein und den üblichen Zweifeln der Marke "Krieg ich das hin?"...

Das Herz klopft aufgeregt, die Mundwinkel zucken nach oben in unwillkürlichem, i. e. dem natürlichsten, Lächeln.

Es wird ein Sprung ins kalte Wasser.

Wie sagte Obi-wan?
"Wirf die Ente ins Wasser und schau, ob sie schwimmen kann." (Oder so... -.-')

Ich werfe mich selbst hinein.

Und ich WILL schwimmen.

 

Ich kann mich doch nicht ständig verstecken und Häschen in der Grube spielen...

12.1.09 20:20


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